Fehlerkultur – Angsthasen lernen nichts dazu

Veröffentlicht am:21 Oktober 2019
By Hand and Kuli

Fehlerkultur - Angsthasen lernen nichts dazu

Die Vorstellung, dass Menschen Fehler machen, unfähig oder sogar dumm sind, ist immer noch weit verbreitet. Alles was „Falsch“ ist wird rot angestrichen, es gibt Punktabzüge und wird als Makel gewertet.

Was nicht bedacht wird ist: Wer keine Fehler macht, kann auch nichts daraus lernen und die Entwicklung wird träge. Das Begehen von Fehlern ist zwar nicht die einzige effektive Lernstrategie, aber ein etwas gelassener Umgang damit kann positiv die individuellen Lernerfolge beeinflussen.

Schon seit Menschengedenken sind Menschen mit Fehlern konfrontiert: Sie machen Fehler, sie erkennen Fehler und sie lernen aus Fehlern.

Philosophische Zitate früherer Jahrtausende geben einen Einblick in die rationale Beschäftigung mit Fehlern und den Austausch über den richtigen Umgang mit Fehlern: Konfuzius hält fest: „Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.“ „Irren ist menschlich“ stellt Seneca fest, Horaz mahnt: „In Fehler führt uns die Flucht vor Fehlern“, und Cicero hält fest: „Jeder Mensch kann irren, aber nur Dummköpfe verharren im Irrtum.“

Ein übertriebener Fokus darauf keine Fehler zu begehen und immer Korrekt zu sein kann uns zu sehr hemmen und engstirnig machen.

Wie gehst du mit gemachten Fehlern um? Und, wie gehst du dann mit dir selber um?

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